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Pressetext Kunstverein Leimen - „Zwei Welten – Petra Lindenmeyer und Silvia Wille“ In leuchtenden Farben strahlen die „Zwei Welten“ der Heidelberger bzw. Mannheimer Künstlerinnen Petra Lindenmeyer und Silvia Wille, deren Arbeiten der Kunstverein Leimen in der gleichnamigen Ausstellung vom 26. September an präsentiert. Fundstücke aus dem Kaufhaus, der Welt des Konsums und der Reklame haben die Künstlerinnen zu ganz unterschiedlichen Arbeiten verführt– zu sehen sind Assemblagen oder 3-dimensionale Wandobjekte, die sich dem Betrachter aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich erschließen. Beide verbindet eine besondere Affinität zum Material „Plastik“ bzw. „Textil“ als Medium ihrer künstlerischen Aussage. Petra Lindenmeyer bevorzugt für ihre Materialcollagen Textilien, transparente Gewebe, Folien, Fäden u. ä., aus denen sie ihre - im doppelten Sinne – meist vielschichtigen Arbeiten aufbaut, die den Betrachter zu einem zweiten und dritten Blick hinter die halbtransparente Oberfläche geradezu herausfordern. Hinter der vordergründigen Heiterkeit poppig-fröhlicher Farben verbergen sich Geschichten, die von Glück, Träumen, Hoffnungen aber auch Abgründen erzählen. Rhythmisierende Fäden durchziehen die Schichten und zeichnen Figuren und Wörter.
Eine
ausgestellte Werkgruppe erzählt von der Sehnsucht nach dem schnellen Glück, dem Kunststoff-Fertigprodukte in ihrer Vielgestaltigkeit und Vielfarbigkeit bilden den Ausgangspunkt für die Arbeiten Silvia Willes. Die Form wird meist aus vielen Einzelelementen entwickelt: engmaschig verdichtet oder locker vernetzt oder gestreut variieren die Strukturen und bestimmen die räumliche Spannung und Dynamik der Objekte. Oberflächenkontraste wie hart und weich, glänzend und matt sowie kontrastreiche Farbigkeit und Hell-Dunkel-Wirkungen wechseln sich in ihren Werkserien ab. Ihrer zweckmäßigen Verwendung entzogen bilden Kunststoff-Fertigteile für die Künstlerin das adäquate Material, um auf spielerisch-humorvolle Art Themen und Fragen unserer Zeit künstlerisch zu verarbeiten. Silvia Wille zu ihren Arbeiten: „Ob sorgfältig in Geschäftsauslagen oder Supermarktregalen platziert, ob einsam in einem Baumgeäst oder Busch verfangen, ob gekauft, angeschwemmt oder verweht: Die bunten Kunststoff-Früchte und -Blüten unserer Zivilisation sind – sowohl gewollt als auch ungewollt – allgegenwärtig. Sowohl diese Omnipräsenz als auch die scheinbar unerschöpflichen Bearbeitungsmöglichkeiten dieses Materials fordern mich zu immer neuen künstlerischen Reaktionen heraus, denen ich mich bereitwillig stelle.“
Vernissage: Sonntag, 26. September 2010 , um 15 Uhr, Kurpfalz-Centrum, Römerstraße 1, 69181 Leimen Grußwort: Dr. Joachim Altmeyer, Erster Vorsitzender des Kunstvereins Leimen. Einführung: Camilla Bonath-Voelkel, Kunsthistorikerin Ausstellung: 26.09.2010 - 31.10.2010 Finissage: Sonntag, 31. Oktober 2010 um 15 Uhr Veranstaltungsort: Atrium des Kurpfalz-Centrums, Römerstraße 1, 69181 Leimen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08.00 bis 12.00 Uhr und 14.30 bis 18.30 Dienstag 14.30 bis 18.30 Uhr, Freitagnachmittag geschlossen Infos unter: www.kunstverein-leimen.de |